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Review: Red Faction: Guerilla

Keine Kommentare | Geschrieben am 14 Aug 2010

Red Faction: Guerilla

Was macht man, wenn man jemand schnell vertreiben will? Richtig! Seine Sachen kaputt machen. Und genau das ist Red Faction: Guerilla. Ein Spiel fürs Sachen Kaputtmachen. Macht das Spaß?  Nein, viel interessanter: Macht das über längere Zeit auch noch Spaß?

Herzlich Willkommen. Mach was kaputt.

Red Faction: Guerilla spielt auf dem Mars. Eine Sicherheitsfirma kontrolliert den Planeten und unterjocht die Bewohner, sodass sie fast wie Sklaven wirken. Wenn jemand Probleme bereitet, wird er umgelegt. Aber keine Unterdrückungsmacht ohne Rebellen! Mason, der Spielheld, kommt als frischer Einwohner auf dem roten Planeten an – und das Erste, was er sieht ist, wie sein Bruder erschossen wird – natürlich von den Soldaten der Sicherheitsfirma. Mason kommt in ein Lager der Rebellen, die nach und nach einen der vielen Bezirke auf dem Mars zurückerobert. Das funktioniert über zwei Fortschrittsbalken: Der erste zeigt an, wieviel Macht die EDF, die Sicherheitsfirma, in jenem Bezirk hat. Der zweite steht für die Unterstützung der Bevölkerung; je höher der Balken, desto öfter greifen Zivilisten zu den Waffen oder überlassen Fahrzeuge für Mason – eine tolle Idee.

Den EDF-Balken muss auf Null sinken, damit man eine Revolution anzetteln kann. Das funktioniert über Missionen, den sogenannten „Guerilla-Aktionen“.  Diese nicht sonderlich abwechslungsreichen Missionen drehen sich meistens um eins: Sachen kaputtmachen. Sei es ein Konvoi der EDF zu zerstören, Brücken hochzujagen oder gar ganze Stützpunkte der Unterdrücker dem Boden gleichzumachen – Es gibt immer irgendwo was zu sprengen. Nach und nach, wenn die Bevölkerungsunterstützungsanzeige auf 100 ist, und die EDF die Kontrolle des Bereiches nicht mehr hat, also auf Null gesunken ist, wird die Revolutionsmission freigeschaltet. Eine komplexe, gut designte Mission ist immer am Ende eines Abschnitts der Marsrevolution. Wenn man diese gewinnt, hat man die EDF von diesem Bezirk vertrieben und kann im nächsten fortfahren.

Wo ist das Haus hin?!

Was passiert, wenn man ein Gebäude mit Bomben vollpflastert und den Roten Knopf drückt? Richtig, das Haus ist aufeinmal verschwunden. Was passiert, wenn man in Red Faction: Guerilla ein Gebäude mit Bomben vollpflastert und dann (den in der Tat roten) B-Knopf drückt? Richtig, das Haus ist auch verschwunden.

Das hat das Spiel der „GeoMod 2.0“ zu verdanken: Diese Engine macht es dem Spieler möglich, sämtliche Objekte im Spiel zu zerstören – Ein Haus wird zu einem kleinen Haufen Schutt, ein Auto zerfällt in seine Einzelteile, ein Mensch… ok, ein Mensch bleibt in einem Stück.

Aber das ist der Reiz des Spiels: Anders als in den meisten Spielen kann man komplette Siedlungen verwüsten. Es ist einfach unbeschreiblich, durch ein Wohnblock zu gehen, den Raketenwerfer im Anschlag zu haben, und zwei Minuten später nur noch Schutt um sich zu sehen.

Die zerstörbare Umgebung ist auch essentiell für die Missionen: So gut wie alle Aufträge basieren auf dem Schadensmodell – Häuser in die Luft jagen, mit riesigen Robotern durch Häuser latschen – alles dabei.

Kaputtmachen! Aber mit was?

Da das Spiel zum Sachen Kaputtmachen gedacht ist, gibt es auch dementsprechende Möglichkeiten. Ob man nun mit mit einem LKW durch ein Haus rauscht, oder lieber selber Hand anlegt, bleibt einem selber überlassen. Die Missionen bestimmen nur das Ziel, nicht die Mittel. Unter anderem gibt es neben den üblichen Bomben auch noch sogenannte Singularitätsbomben, die wie ein schwarzes Loch alles aufsaugt, was in der Nähe ist. Nebst den Bomben warten noch Raketenwerfer, kleine Marschflugkörper (die richtig bumm machen!), fliegende Kreissägen und der beste Freund des Rebellen: Sein Vorschlaghammer. Mit diesem Werkzeug kann man auch ohne Munition Gebäude zum Einsturz bringen, feindliche Soldaten zum Baseball spielen ermutigen und Autos herumschubsen. Quasi eine Half-Life Brechstange, nur cooler (das geht wirklich!).

Sachen Kaputtmachen schön und gut..

..aber sieht das wenigstens hübsch aus? Red Faction ist zwar kein Crysis, aber auf immernoch recht hübsch, vorallem die Explosionen sind sehr gut gelungen (das sieht man in dem Spiel ja auch am öftesten). Der Sound ist gut, Synchrosprecher wirken glaubhaft.  Die Atmospähre im Spiel ist nicht so gut die wie Zerstörungsorgien; Zwar kommt die „Wir sind alle emo weil hier alles plöht ist“-Stimmung gut rüber, aber das wars auch. Mittelmaß.

Im Onlinespiel befindet sich Red Faction: Guerilla ebenfalls im Mittelfeld. Zwar gibt es viele Spielmodi, aber die machen nicht wirklich Spaß. Zwar ist es toll, Camper von einem Turm zu holen, indem man einfach den Turm einreißt, aber wer spannende Schusswechsel haben will, bleibt lieber bei Gears of War, GRAW2 oder Halo.

Fazit

Fassen wir zusammen: Sachen kaputtmachen. Und zwar ganz viel. Und hin und wieder Missionen machen, wo man Sachen kaputt macht, damit man dann in einem anderen Bezirk andere Sachen kaputt machen kann. Hört sich gähnend lanweilig an, ist aber total spaßig. Vorallem die gut durchdachten Revolutionsmissionen machen sehr viel Spaß, die unterrängigen „Guerilla-Aktionen“ sind aber auch immer spaßig. Wenn man mal einen anderen Shooter spielen will, der eine innovative Kaputtmach-Engine hat, der muss sich unbedingt Red Faction: Guerilla anschauen.

88/100

Von Jan Boehm

Zwischenbericht: Spieeele!

2 Kommentare | Geschrieben am 10 Jun 2009

Juhu, es kommen soviele so gute Spiele raus. Da die Reviews noch etwas brauchen werden, gibts einen kleinen Einblick in die Spiele:

Red Faction – Guerilla
Kolonisten werden auf dem Mars unterdrückt. Eine Sicherheitsfirma lebt auf dem roten Planeten wie Könige: Sie töten willkürlich Kolonisten, versklaven sie, rauben sie aus. Aber jetzt kommt der Mason ins Spiel (Herr Degrath, geniales Wortspiel. Muss ich Sie aber mal wieder loben!): Der gute Herr kommt am Mars an, und wird nach und nach zum Kopf der Rebellenorganisation “Red Faction”. Nach und nach verweist Mason die Sicherheitsfirma “EDF” in ihre Schranken, und den Rest kann man sich sicherlich denken.

Red Faction: Guerilla ist ein ausgesprochen gutes Spiel. Gute Story, noch besseres Gameplay. Der Clou an dem Spiel ist: Man kann alles kaputtmachen. Man nimmt sich n Laster, bretzelt in ein Haus, und kommt hinten wieder raus. Und alles liegt in Asche. Wie es scheint, wird sich Red Faction: Guerilla als Geheimtipp mausern. Unbedingt kaufen! (x360+ps3)

FUEL
Weg von den Killerspielen, hin zu den Rennspielen: FUEL ist ein Offroad-Rennspiel, welches eine Spielwelt von 14’000km² aufweist. Und ansonsten alles gleich: Rennen fahren, Rennen fahren, Rennen fahren. Ob das auf längere Zeit Spaß macht, wird sicher herausstellen – vorallem, weil es keine Story gibt. Ich habs nocht nicht so lange gespielt, deshalb wage ich noch keine Prognose.

Prototype
Noch kürzer als FUEL hab ich Prototype bisher gespielt: Als Alex Mercer wacht man als Versuchskaninchen auf dem “Schreibtisch des Pathologen” auf, die gerade dabei sind, Alex aufzuschnibbeln. Aber weit gefehlt, Alex befreit sich und versucht, seine Erinnerungen wiederherzustellen – er weiß nämlich nicht, wer – oder was – er ist. Die Action scheint in dem Spiel lupenrein zu sein, aber umgehauen hat mich das Spiel nicht. Da wurde wohl etwas zuviel gehypt. Prognose: Wenn die Story sich noch entwickelt, dann wird das ein echter Hit. Mal sehen, ich hab bisher keine 2 Stunden geschnetzelt.

Zumindest zu FUEL und Red Faction: Guerilla wird in der nächsten Ausgabe des “Gaming und so: Das Magazin” ein Review zu lesen geben. Aber Protoype wird eh überall gehypt, da weiß man eh, dass es gut ist. Und was spielt ihr so?