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Alan.. Wake up!

'Geschrieben am 10 Jun 2010

Seit dem 21. Mai ist das Spiel im Handel erhältlich, jetzt gibt es die Berichterstattung hier. Als erstes muss gesagt werden: Die Entwickler von Max Payne haben es geschafft, eine wirklich grandiose Geschichte zu erzählen. So fängt das alles an:

Alan Wake, Schriftsteller mit Schreibblockade, verreist mit seiner Frau ins beschauliche Bright Falls. Was als “Ausschalt-Urlaub” geplant war, wird schnell zur Horrorgeschichte.

Wakes Frau verschwindet, wird von der Dunkelheit in einen See gezogen und dort festgehalten. Man muss sagen: Das Setting ist etwas gewöhnungsbedürftig – denn anstatt den 08/15 Zombies oder den Psychopathen in anderen  Horrorgeschichten sind es hier Personen, die von der Dunkelheit besessen sind. Das dubiose ist nur, dass man mit einer Taschenlampe auf die Schattenwesen leuchten muss, um die Dunkelheit zu vertreiben. Nun ist der Gegner mit “ganz normalen” Waffen zu besiegen; sprich Revolver, Flinte und so weiter.

Das Problem an Alan Wake ist, dass das Spiel eine wirklich herausragende Geschichte bietet – aber die Spielmechanik ist einfach nicht spektakulär genug: Nach den ersten 30 Minuten ist das “Taschenlampe auf die Gegner halten und dann die Rübe wegpusten” ausgelutscht und man wünscht sich nur noch, zum nächsten Punkt zu kommen, wo die Geschichte weitererzählt wird.

Das Spiel ist in Episoden unterteilt, Sechs an der Zahl, und diese  enden – wie in Episodenspielen üblich – mit einem Cliffhanger. Das spornt natürlich sehr an, sofort weiterzuspielen. Doch wenn man erst am Anfang den Storypart I der Episode gemacht hat und sich – wie es immer ist – auf einmal im stockdunklen Wald befindet, muss man sich die nächste halbe Stunde zum nächsten Storypunkt leuchten und ballern. das nervt, doch die Aussicht auf den nächsten Storyhappen ist nunmal stärker als das mittelmäßige Gameplay.

Wie auch immer, wenn man alles in Allem zusammenrechnet ist Alan Wake ein ausgezeichnetes Spiel für ein Wochenende, die Story ist grandios, die Kampfmechanik nicht so. Aber wer an Spielen lieber kurzweilig unterhalten will, sollte sich nach anderen Spielen umschauen – Für diejenigen, die eine exzellent erzählte Geschichte im Stile von Dan Brown erleben möchten, sollten hier zuschlagen – oder wie ich es nur aus der Videothek ausleihen.

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