Archive for Juni, 2010:
Halo: REACH Multiplayer
Heute ist die Bombe geplatzt: Ein Trailer zur MP-Beta für Halo: REACH ist veröffentlicht worden. Wenn das mal kein Knüller wird! Anzumerken ist noch: Falls das das Main Theme für Halo REACH ist, hat Marty O’Donnell mal wieder gute Arbeit geleistet.
Die Sims 3: Test
Was Counterstrike für den Mann ist, das ist Sims für die Frau: Kein anderes Spiel hat eine so hohe „Frauenquote“. Dieses Jahr gibts anstatt Abzockerweiterungspäcke den neuen Ableger der erfolgreichsten Spieleserie der Welt: Sims 3.
Erfreulicherweiße benutzt EA Games kein DRM für Sims 3; Soll heißen: Das gute alte Serialcode Ablesen ist wieder da. Aber dazu später mehr.
Nach dem Installieren ist noch alles beim alten: Der Ladebalken zieht sich in die Länge, die traditionellen Sprüche wie „Pixel werden eingefangen“ huschen durch das Bild. Nach der im Vergleich zu Sims 2 sehr kurzen Ladesequenz ist man im Hauptmenü des Spiels und kann endlich eine neue Familie erstellen.
Einmal Friseur für Tisch Elf, bitte!
Beim Erstellen fällt vor Allem eines auf: Die Anzahl der Klamotten und Frisuren. Wenn man es wieder in den Vergleich zu Sims 2 stellt, ist es schlicht und ergreifend ein Witz. Es gibt 17 Frisuren für Männer und 39 zusätzliche mit Hüten (Die allesamt unglaublich dämlich aussehen, wer will denn bitte einen Fahrradhelm auf dem Kopf?!). Meines Geschmackes nach gibt es ledeglich drei Frisuren, die man auch in der reelen Welt tragen könnte, ohne ausgelacht zu werden. Bei den Frauen sieht es schon besser aus, aber dennoch nicht zahlreich. Mit Kleidern ist es leider dasselbe Phänomen: Unter wenigen Stücken noch weniger verwertbare. In der Kreirung der Charaktere gibt es sonst wenig neues, bis auf das überarbeitete Wunsch- und Fertigkeitssystem: Anstatt Punkte in diversen Kategorien wie „Nett“, „Sauber“ etc. zu vergeben, wie es sonst der Fall war, werden nun direkte Eigenschaften aus einer Liste ausgewählt, biespielsweise „Workaholic, Einzelgänger und Nachtaktiv“ für ein Sim, der viel und gerne arbeitet. Das System ist wesentlich besser und durchschaubarer als das alte.
10x Optischer Zoom
Sim erstellt, eingezogen und losgespielt. Was sofort auffällt: Es gibt nix neues. Was man von Sims 1 zu Sims 2 hatte, den Sprung ins Dreidimensionale, das fehlt: Es gibt keine große Neuerung. „Hee, Moment mal. Da war doch was mit der offenen Nachbarschaft!“ Denkt man sich jetzt. Und das stimmt auch. Problem nur: Es bringt (fast) nichts. Wer denkt, dass man wie in The Office den Arbeitsplatz im Rathaus oder sonst wo genauso erkunden kann wie zuhause, der hat sich geschnitten! Wenn ein Sim zur Arbeit geht, kann man ledeglich über ein Dropdown-Menü angeben, ob er hart arbeiten, oder lieber mit den Kollegen tratschen solle. Wenn man mit der Kamera zum Arbeitsplatz des Sim hinfliegt, sieht man nur das Haus; die Wände verschwinden nicht und man sieht nur das ganze Gebäude. Potenzial verspielt!
Wäre das nur genug. Wenn man in Sims 1 und 2 sich noch im Restaurante daten konnte und „Füßeln“ o.Ä. einstellen – generell interagieren – konnte, heißt es im neuen Simsteil zuschauen! Ebenso wie auf der Arbeit sieht man nur Dach des Hauses. Wie das Daten nun abläuft: Sims gehen rein, man wartet 3 Minuten, Sims gehen glücklich wieder heraus.
Ihre Verbindung wird gehalten
Wenn wir schon bei Warten sind: Wenn die Sims schlafen, muss man warten. Ok, das ist logisch. Aber: 4 geschlagene Minuten warten ist zwar auch noch logisch, aber auf keinen Fall mehr spaßig. Da der Zeitraffer dermaßen langsam ist, wird auch an einem 8 Stundenarbeitstag gut und gerne 3 Minuten gewartet. Dumm nur:
1. Schlafen und Arbeiten liegen meist direkt hintereinander, also addiert sich die Wartezeit!
2. muss man alle 15 Minuten wieder schlafen und arbeiten.
Wo sind meine Freunde hin?
Was beim ersten Erstellen noch nicht auffiel, erkennt man bei der zweiten Familie: Sie können nicht in einer Nachbarschaft gemeinsam wohnen; jede neue Familie muss in eine neue Instanz von „Sunset Valley“, dem einzigen Level Sims‘ 3. Sehr schade und im Nachhinein frustrierend, wenn man sich später noch eine Frau / einen Mann zum Heiraten erstellen will.
Die Musik ist wie in jedem Sims gut gelungen, die Engine von Sims 2 nur leicht verbessert – heißt: Grütze.
Wie immer spielt sich Die Sims eingängig, einfach. Die Details machen es aus, dass Sims 3 nicht durch die großen Macken verendet. Zum Beispiel muss man manchmal eine kleine Nebenmission erfüllen, in der man beispielsweise eine Bekannte des Chefs zum Essen ausführen muss, da er selbst nicht kann.
Ebenso kann man vielerlei Gegenstände im „Pimp my Ride Style“ aufmotzen: Je nach dem, wie gut der Geschicklichkeitswert ist, desto höher die Chance, dass ein Sim z.B. die Badewanne selbstreinigend einstellen kann – nie mehr Wanne schrubben!
Mein Lieblingsbuch: Pfannkuchen
Als man in den ersten beiden Sims noch die Rezepte zum Kochen auf einmal da waren, muss man sie nun in einem Buchladen kaufen und lesen. Auch wurde die Gefräßigkeit der Sims näher an die Realität herangerückt. Die Zeiten, in denen man Fünf Teller Spaghetti essen musste, um den knurrenden Magen zu stillen, ist vorbei. Nun langt ein Teller, um die Leiste Grün zu bekommen.
Zwar nicht zu essen, aber sehrwohl zum trinken ist Kaffee: Das Zaubergetränk bringt für wenige Stunden den Sim wieder auf die wache Seite des Lebens – perfekt, wenn die Nacht ein wenig zu kurz war.
Problem nur: Wenn die Wirkungsdauer vorbei ist, wird der Sim wieder müde – und dadurch auch unglücklich. Also: Aufpassen, was man trinkt!
Du hast drei Wünsche frei!
Eine verbesserte Funktion vom Vorgänger ist das Wunschsystem: Je nach dem, wieviele Wünsche man dem Sim erfüllt (beispielsweise „Gehe mit jemanden essen“), desto besser geht es dem Sim. Problem nur: Da ständig Wünsche wie „Esse zu Abend“ oder „Bade“ eintrudeln – und diese innerhalb wenigen Sekunden erledigt sind – ist der Sim fast ausnahmslos gut drauf. Von den erfüllten Wünschen gibts auch dieses Mal Laufbahnpunkte, die in einem Menü nichtmehr für sinnlosen Krempel ausgegeben werden können – man kann damit nun Eigenschaften des Sim kaufen. Beispiel gefällig? Der Workaholic-Sim kauft sich von seinem Erspartem den Bonus „Gute Verbindungen“ – und steigt jetzt schneller in der Arbeit auf.
Ebenso wichtig wie die Gute Laune ist der Lebenstraum: Den wählt man zu Abschluss der Kreirung des Sim aus und bestimmt sein Leben. Ein solcher Wunsch lautet meist „Arbeite dich an die Spitze der Karriere X“ – und wenn man den erfüllt, hagelt es regelrecht Laufbahnpunkte und gute Laune bis an das Lebensende!
Kaufwahn
Zwar hat Sims 3 kein DRM, also keine Onlineaktivierung, aber sehrwohl eine Onlineplattform, auf der man sich einen Account erstellen kann, und einzelne Objekte für wenig Geld kaufen kann – Das Mikrotransaktionsgeschäft boomt hier wieder. Die 30€ teuren Expansion Packs werden aber sicherlich noch nachkommen, und das Spiel mit fehlenden, wichtigen Funktionen erweitern.
FAZIT
Sims 3 hat wenige, nervige Makel. Aber durch die Detailverliebtheit, die gut aufeinander abgestimmten Fähigkeiten machen Sims 3 zwar nicht zu dem Spiel, was es sein soll, aber immerhin zu einem guter Simulation, die definitiv in einigen Erweiterungspacks das erhoffte Spiel werden kann. Wer über die Makel hinwegsehen kann, wird viele Stunden Spielspaß von Sims 3 bekommen.
Insgesamt hat sich Sims 3 für mich eine 83% Wertung bekommen.
Alan.. Wake up!
Seit dem 21. Mai ist das Spiel im Handel erhältlich, jetzt gibt es die Berichterstattung hier. Als erstes muss gesagt werden: Die Entwickler von Max Payne haben es geschafft, eine wirklich grandiose Geschichte zu erzählen. So fängt das alles an:
Alan Wake, Schriftsteller mit Schreibblockade, verreist mit seiner Frau ins beschauliche Bright Falls. Was als “Ausschalt-Urlaub” geplant war, wird schnell zur Horrorgeschichte.
Wakes Frau verschwindet, wird von der Dunkelheit in einen See gezogen und dort festgehalten. Man muss sagen: Das Setting ist etwas gewöhnungsbedürftig – denn anstatt den 08/15 Zombies oder den Psychopathen in anderen Horrorgeschichten sind es hier Personen, die von der Dunkelheit besessen sind. Das dubiose ist nur, dass man mit einer Taschenlampe auf die Schattenwesen leuchten muss, um die Dunkelheit zu vertreiben. Nun ist der Gegner mit “ganz normalen” Waffen zu besiegen; sprich Revolver, Flinte und so weiter.
Das Problem an Alan Wake ist, dass das Spiel eine wirklich herausragende Geschichte bietet – aber die Spielmechanik ist einfach nicht spektakulär genug: Nach den ersten 30 Minuten ist das “Taschenlampe auf die Gegner halten und dann die Rübe wegpusten” ausgelutscht und man wünscht sich nur noch, zum nächsten Punkt zu kommen, wo die Geschichte weitererzählt wird.
Das Spiel ist in Episoden unterteilt, Sechs an der Zahl, und diese enden – wie in Episodenspielen üblich – mit einem Cliffhanger. Das spornt natürlich sehr an, sofort weiterzuspielen. Doch wenn man erst am Anfang den Storypart I der Episode gemacht hat und sich – wie es immer ist – auf einmal im stockdunklen Wald befindet, muss man sich die nächste halbe Stunde zum nächsten Storypunkt leuchten und ballern. das nervt, doch die Aussicht auf den nächsten Storyhappen ist nunmal stärker als das mittelmäßige Gameplay.
Wie auch immer, wenn man alles in Allem zusammenrechnet ist Alan Wake ein ausgezeichnetes Spiel für ein Wochenende, die Story ist grandios, die Kampfmechanik nicht so. Aber wer an Spielen lieber kurzweilig unterhalten will, sollte sich nach anderen Spielen umschauen – Für diejenigen, die eine exzellent erzählte Geschichte im Stile von Dan Brown erleben möchten, sollten hier zuschlagen – oder wie ich es nur aus der Videothek ausleihen.
Assassins Creed 2
Gestern habe ich Assassins Creed 2 durchgespielt, hat in etwa 20 Stunden gedauert. Ich muss sagen: Das ist eines der besten Spiele der letzten Zeit. Wo Assassins Creed1 noch stures Wiederholen von Missionen war, gibt es im Nachfolger nun gut designte, abwechslungsreiche Missionen. Die Steuerung ist in den meisten Fällen sehr gut, nur manchmal meint Ezio (der Assassine), er müsse irgendwelche Aktionen bringen, die ziemlich kontraproduktiv für den Kletterfluss ist – aber das passiert nur recht selten.
Die Grafik ist sehr gelungen, Venedig, Florenz und die anderen Gebiete haben eine imposante Weitsicht. Lediglich die “Zwischengebiete”, also die Landstriche (Toskana und noch was anderes) sind hässlich: Am Gras sieht man heftig, wo die Aufplopp-Distanz ist, alles sieht gleich aus. Letzteres ist aber auch zum Teil in Städten zu sehen: Man könnte meinen, Italien habe nur 3 verschiedene Kirchentypen sowie 2 verschiedene Turmarten. Allein in Venedig habe ich mindestens 10 mal den gleichen Turm bestiegen (für die “Synchronisation”, damit auf der Karte Missionen, Händler etc. angezeigt werden), und vielleicht 4 mal die gleiche Kirche. In Florenz sieht das auch nicht anders aus.
Als zweiten Kritikpunkt sehe ich die vernachlässigte Handlung in der Gegenwart: Wo in Teil Eins nach jedem Abschnitt die Abstergo-Story weitergeführt wurde (zumindest durch gelesene E-Mails), bekommt man in Assassins Creed 2 – wenn ich mich recht erinnere – nur Zwei mal aus dem Animus raus und kann mit den Leuten als Desmond reden (Pro- und Epilog nicht mit einbegriffen, die sich auf Desmond beziehen). Die Geschichte in Italien ist jedoch gelungen: Man spielt Ezio ungefähr 2 Stunden als Sohn Giovanni Auditore, als Ezio noch kein Assassine ist. Dies bringt einem die Angehörigen Ezios näher, was für den späteren Verlauf wichtig ist.
Was im ersten Teil eine Folter und – abgesehen von Achievements – total sinnlos war, war das stupide Flaggensammeln. In jeder Stadt waren mindestens 33, meistens 100 versteckt und die durfte man alle finden – wenn man zuviel Zeit hatte. Das gibt es in AC2 zwar auch, aber 1. in verbesserter Form und 2. Es hat (zumindest ein wenig) Sinn.
Man kann folgendes sammeln: Figuren von Mythischen Personen (8 Stück), Assassinen-Runen (6 Stück, dafür bekommt man Altairs Rüstung), Kodex-Seiten (30 Stück, für Handlung wichtig) sowie Federn (100 Stück), die das sinn- und hirnlose Sammeln der Flaggen ersetzen soll – man bekommt dafür soweit ich weiß nur eine Waffe (bei 50) sowie etwas anderes bei 100.
Als Fazit kann ich sagen, AC2 ist weitaus besser wie der Vorgänger, und mit Batman: Arkham Asylum sowie Dragon Age: Origins die besten Action Adventures auf dem momentanen Markt. Da es maximal 30€ kostet (für Konsolen), kann man die ruhig ausgeben.
