Archive for Mai, 2010:
Hegenbergs neues Album
Einst Wahrzeichen der Gamingszene, war Jan Hegenberg wohl der Sänger schlechthin unter uns Videospielern. Doch das war mal. Wenn man sich noch erinnert, was “Die Horde rennt” oder “GPF suckt” für Hymnen waren, die wirklich jeder kannte, dann war das schon spitze. Das war 2005 und 2006 mit den Platten DEMOtape sowie Gamer sind geil!.
Danach gings bergab, BÄM!Hegenberg war ja noch teilweise in Ordnung, doch UNtOT auf Urlaub, der neuen Platte von dem Nordrhein-Westfalener, schießt er den Vogel ab.
Warum? Nunja, ich erklärs mal so: Auf “Gamer sind geil!” gabs ein Lied über World of Warcraft. Auf “BÄM!Hegenberg” waren es dann zwei (wenn man Lore-Lieder dazu zählt). Auf dem neuen Album sind Fünf von Neun Liedern im Lore- oder WoW-Gebiet angesiedelt.
Wäre ja jetzt noch kein Genickbruch, aber die Lieder – und auch die anderen – sind WEIT unter der Klasse der alten Lieder. Allein ein Lied, einer Art Stellungnahme zu Winnenden bzw. den Amoklaufgeschichten ragt heraus. Das ist meiner Ansicht nach das einzig gute Lied – und deshalb verlink ich es hier direkt mal. Ob der Track nun zu weit geht, das muss jeder mit sich selbst ausmachen – ich finds gelungen.
Fassen wir zusammen: Hegenbergs Karriere hat bereits vor Jahren den Gipfel erreicht – jetzt gehts abwärts.
Indie-Games!
Unser (oder zumindest meine) aller Lieblingsspiele. Doch Problem ist: Von denen gibts so viele – wie will man da den Überblick behalten? Also Generell garnicht, aber ich kann euch ja ein paar vorstellen. Da wären unter anderem..
1. Trials HD
Manche mögen es kennen, Trials HD ist ein Remake eines Flashklassikers, in dem man mit einem Motorrad durch Levels fährt (Scrolllevels, wie in Mario) und ordentlich stuntet. Klingt nicht so spannend, aber nach einem Trailer sollte das auch geklärt werden – das ist ein Hammer! Verfügbar im xbox Live Marktplatz für 1200 MS.
2. Flock!
Flock! ist ein.. außergewöhnliches Spiel. Es ist ja immer so: Aliens kommen, entführen Wesen, tüfteln an ihnen herum, und schappen sich neue. Manche entführen Menschen, andere Schafe. in Flock! entführt man Schafe, Schweine und Yaks. Man fliegt als minikleine Ufodrohne herum und lenkt die Tiere mittels Saugstrahl in die Behälter. Lustig wird es, wenn u.A. die Schafe nicht weiterkommen – Beispiel gefällig? Ein Zaun versperrt den Weg. Was macht man nun? Man lässt die Schafe baden, sodass sie eingehen, und auf Einmal passen sie unter dem Zaun hindurch. Dank Knuddeloptik ist dieses Spiel recht kurzweilig, nur die schwammige Steuerung (selbst mit Pad) ist anzumangeln. Zu kaufen gibt es das Spiel über Steam (ca. 15 €), XBL (1200 MS) und vermutlich im PSN.
3. Insanely Twisted Shadow Planet
Das beste – oder zumindest das Vielversprechendste kommt zum Schluss: Insanely Twisted Shadow Planet hat zwar einen ziemlich langen und genauso dummen Namen, ebenso ist nicht viel über das Spiel bekannt. Man fliegt, ebenfalls wie in Flock!, als Ufo durch die Gegend in Scrollleveln (also quasi ein Mix aus Flock! und Trials HD), doch allein dass Dimmu Borgir die Spielmusik macht, sollte hellhörig machen. Die Optik des Spiels ist grandios, das Gameplay scheint brilliant zu sein. Ein Trailer gibts auch schon, anders als ein Releasedatum. Aber das wird ganz groß, sag ich euch!
Risen, der Genrekönig.
11 Stunden Risen sind hinter mir, und ich kann eins sagen: Risen ist genial. Ich habe seit Jahren nicht mehr so fasziniert an einem Spiel gesessen. Fakt ist: wer Gothic 1 bzw 2 gerne spielte, der wird an Risen ein wahres Fest haben.
Warum? Die Quests sind einfach super. Mal muss man einen Dieb überführen, dann nach einem verschwundenen Vater suchen, dann wieder Schutzgeld für “den Don” kassieren, es ist einfach großartig. Unterstützt werden die fabelhaften Quests vorallem durch die exzellente Vertonung; selten gibt es eine so gute deutsche Synchronisation (ist ja auch schließlich ein deutsches Spiel).
Die Grafik ist so ein zweischneidiges Schwert.. überwiegend sieht Risen fantastisch aus, doch manchmal merkt man einfach, dass der eigentlich sehr gute Unschärfeeffekt bei größeren Distanzen nur den Matsch verbergen soll, der dahinter liegt (Siehe Gallerie). Dennoch ist Risen grafisch gut, die Performance ist auch in Ordnung; schon mit einem Mittelklasse-PC kann man hier schon sehr gut alle Regler auf Maximal stellen, ohne dass das Spiel zu sehr ruckelt.
Das Kampfsystem ist – im Gegensatz zu denen aus Gothic 1-3 – gut gewählt und auch einsetzbar. Kleiner Tipp für den Anfang des Spiels: Wenn man sehr nahe, blockend, um den Gegner läuft, schlägt er an dir vorbei und du kannst ihm in die Seite fallen. Nur ein Manko gibt es hier, das sehr sehr nervt: Wie schon in Oblivion und anderen RPGs gilt es, sehr aufzupassen, wo man hinschlägt. Da die Zielerfassung teilweise nicht zuverlässig ist, kann ein Schlag schonmal auf einen Verbündeten gehen – was heißt, dass dann alle Verbündete im Blickfeld dich nach Kampf gegen den eigentlichen Gegner angreifen werden –selbst, wenn du sie einmal umgeboxt hast, stehen sie wieder auf und versuchen es nochmal, dich zu töten – da hilft nur eins: Sie selbst töten oder neu laden – denn speichern sollte man in Risen oft.
Also, wie am Anfang schon gesagt: Risen ist ein außerordentlich gutes RPG, welches es mit den großen Rollenspielen wie Fallout, Mass Effect etc anlegen kann. Herausstechend sind vorallem die Atmospähre, die Vertonung und .. es ist eben Gothic 2… nur schöner und irgendwie besser. Wer Gothic 1-2 mochte, wird Risen ebenfalls mögen. Eher lieben.
Von Jan Boehm
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